Sonntag, 24. Januar 2016

Feinschmecker und Rümpfnasen




Wie bringt man Kinder dazu, ob dem Essen nicht die Nase zu rümpfen? Aus Rümpfnasen Feinschmecker machen, sozusagen. 

Ein Trick ist, dass man den Tisch wie im Restaurant herrichtet. Dazu gehört dann auch die Menükarte. Oben abgebildete Karte ist ein Holzbrett, welches ich mit Tafelfolie bezogen habe. Am meisten Spass macht es, wenn die Jungmannschaft die Tafel selber beschriften kann.

Des Weiteren kann man die Kinder mithelfen lassen beim Kochen. Selbstgekochtes macht stolz und schmeckt besser, als Mama's Essen...

Man richtet das Essen so an, dass Kinder es lustig finden. Aus dem geschnittenen Gemüse lassen sich lustige Gesichter legen, Reis oder Kartoffelpüree kann man in Form von Sternen und Herzen anrichten. 

Man gibt dem Essen besondere Namen. Irgendwas aus dem Interessenbereich der Kinder. Hexensuppe, Piratenfrass, Wikingergelage, Ritterschmaus... da sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt. 

Oder, man nimmt die Wünsche der Kinder in die Planung auf, wobei dies bei mehr als einem Kind oft schwieriger ist, als man denkt... 

Dies ist nur ein Auszug aus meiner Trickkiste. Aber bei diesen, wie bei allen anderen Tricks, ist das Problem immer folgendes:
Sie wirken nicht immer. Benutzt man den einen Trick zu oft oder am falschen Tag, dann greift er nicht mehr. Und schon ist aus dem Feinschmeckerkind wieder ein Rümpfnasenkind geworden. 

C'est la vie! Zum Glück gibt es da noch jene Tage, an welchen ich ausser Haus essen kann. Am Arbeitsplatz. Dort gibt es keine einzige Rümpfnase. Ehrlich wahr! *

Heiteren Rest-Sonntag euch allen! Auf Feinschmeckerkinder und Rümpfnaseauszeiten! Ahoi!




*Ergänzende Information: Im Lehrerzimmer wohlgemerkt. Im Klassenzimmer geht es heiter weiter mit dem Naserümpfen.  



1 Kommentar:

  1. Liebe Britta
    Sehr interessant... Werde ich mir merken.... Das mit dem selber mitzubereiten umd dann besser essen, funktionierte bei mir letztens nicht... War wohl der falsche Tag:-)
    En liebe Gruess Adriana

    AntwortenLöschen